Chang Rai

einfach einzigartig !!!!


Ausfahrt im Grenzgebiet zu Myanmar(Burma).

 

 

Früh am morgen,frisch gestärkt,steigen wir vor unserem traumhaften Hotel in Chang Rai,auf unsere HONDA Wave 125 ccm,mit Halbautomatic,kühl ist es noch,flott erreichen wir den Stadtrand u. bewegen uns auf die uns unbekannte Bergwelt des Grenzgebietes zu Burma zu. Das Morgenlicht ist einzigartig,die Flusslandschaft durch die uns unser Weg führt,ist bizzar,geheimnissvoll,verwöhnt unsere Augen mit Eindrücken die man kaum beschreiben kann.Kleine Siedlungen ,die wir durchfahren,schon belebt mit umtriebigen Menschen die uns freundlich zuwinken,Kindern die uns ein Stückchen mit strahlendem Lächeln nachlaufen.
Ein kleines Schild mit der Aufschrift (Hot Springs), veranlasst uns,die Strasse zu verlassen,und den heissen Quellen einen Besuch abzustatten. Herrlich dampfendes Wasser,durchläuft kleine Becken lädt uns spontan ein,uns nackt,wie der Herrgott uns schuf,in sie einzutauchen,einfach herrlich so ein warmes Bad inmitten dieser einsamen Bergwelt.Plötzlich hören wir das knattern eines alten Mopeds,entsteigen widerwillig aber schnell dem wohltuenden Nass.
Schon steht er vor uns,ein alter Bauer mit gegerbten Gesicht,zwei Hunde begleiten ihn,und plappert für uns unverständlich,und ohne Unterbrechung freundlich auf uns ein.Nachdem er erkannt hat,das wir so gar nichts verstehen,deutet er uns an,ihm zu folgen.Nach kurzer Fahrt durch den Wald erreichen wir eine landestypische Hütte,seine Frau begrüßt uns lächelnd, führt uns an ihre Kochstelle,bietet uns Platz und eine herrliche Hühnersuppe mit Reis an.(das übliche Frühstück der Thais).
Zum wiederholten Mal stellten wir fest,das die Sprache leicht durch freundliche Gesten ersetzt werden kann,und zur Verständigung unter verschiedenen Kulturen,Völkern beiträgt,vielleicht mehr als Worte.
Nach freundlicher Verabschiedung,nicht ohne die Haarpracht von Sabine,und ihre so wunderbar weißen Haut befühlt zu haben,fuhren wir die einsame Bergstrecke weiter Richtung der nahen Grenze zu Burma.

Plötzlich säumten vereinzelte Schießscharten aus Sandsäcken den Weg,bis wir eine Schranke mit einem Wachposten erreichten,der uns erst nach Ansicht unserer Pässe passieren ließ.
Sabine wurde es recht mulmig,konnte sie aber schnell mit dem Hinweis beruhigen,das dies im Grenzgebiet nicht ungewöhnlich ist,obwohl ich wußte,das es doch relativ oft zu Grenzstreitigkeiten zwischen Burma und Thailand trotz, oder wegen den Drogenkartellen kommt.
Auf unserer Fahrt streiften wir mehrere Bergsiedlungen meist von Stämmen aus Burma bewohnt,die aus ihrem Land vetrieben wurden,bis wir herrliche u.riesige Wasserfälle erreichten,deren Erkundung sich uns förmlich aufdrängte,kaum Roller geparkt,und besonders gesichert,tauchten 2 vielleicht 4 bis 5 jährige lachende Mädchen in der typischen Bekleidung auf,und begleiteten uns wie selbstverständlich auf den Gipfel des Berges,wo der Ursprung der gewaltigen Wassermassen entsprangen.

Der Weg war beschwerlich,die Hitze wurde nur durch die Kühle der rauschenden Wasserfälle gelindert,der grandiose Ausblick am Ende unserer Wanderung entschädigte uns für alle Mühe,eröffnete uns die Sicht auf unbeschreiblich,schöne Täler,gewaltige Urwälder des noch ziemlich unberührten Grenzgebietes,aus denen Laute klangen,die uns fremd u. unwirklich erschienen.

Der Abstieg weniger anstrengend,amüsant u.unterhaltend durch Bergaffen die uns ein großes Stück über die Baumwipfel begleiteten,etwas dadurch verlängert,da unsere jungen Begleiterinnen,resolut darauf bestanden,einen kurzen Abstecher in Ihr Dorf zu unternehmen.

Am Dorfeingang eine Gruppe Elefanten,die uns ziemlich massig das Weitergehen unmöglich machten,imposant wenn sie auch etwas kleiner als ihre afrikanischen Artgenossen sind,wirken sie doch riesig u.etwas bedrohlich,obwohl das Sabine anders empfindet,das sie ein absoluter Fan dieser grauen Riesen ist.

Zielstrebig schafften es die zwei Gören,uns unversehrt durch die Gruppe der Dickhäuter ins Dorfinnere zu lotsen,ein Gewirr von Stimmen und umtriebigen Menschen empfing uns,Kinder stürmten auf uns zu,und säumten unseren Weg.

An einer kleinen Hütte,ein Tante Emma Laden der einfachster Art,erfrischten wir und die Kinder uns an einer eiskalten Coke,immer wieder freundlichst u.ständig von Erwachsenen begrüßt u.begutachtet zu werden.

Nach diesem kurzen,netten Abstecher in dieses ursprüngliche Dorf von Burma-Flüchtlingen,war es Zeit uns auf die Rückfahrt zu machen,um vor Einbruch der Dunkelheit wieder unbeschadet Chang Rai zu erreichen.

Den Tag ließen wir,(man glaubt es kaum)mit einem Original Wiener Schnitzel,(war super gut),Singha Bier und etlichen Thai Schnäpsen, in einem Lokal unweit unseres Hotels ausklingen,geführt von einem deutschen Auswanderer mit seiner unheimlich netten Thai-Ehefrau.

 

 

 

 

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